Montag, 30. September 2013

Tag 22 - 28: Uni-Kram - Montmartre - Saint Germain

Wieder eine Woche in Paris ist vergangen. Die Zeit verrennt so schnell, ich bekomme mittlerweile schon Panikattacken wenn man mir sagt, dass wir schon bald ein Monat hier sind. Wahnsinn. Nun was ist so passiert? Eigentlich recht wenig muss ich sagen. Der Uni-Alltag ist leider sehr unspektakulär weshalb es darüber auch nicht allzu viel zu erzählen gibt. Nur so viel: Am Mittwoch hab ich meine erste Präsentation an der EBS hinter mich gebracht. Im Rahmen des fetten Business-Projects, dass sich das ganze Semester über hinziehen wird, sollten wir den letzten Stand des Projektes, das schon im Sommer begonnen hatte und wo ich praktisch neu dazu gestoßen bin, noch einmal präsentieren. Fragt mich nicht, was das für einen Sinn hat. Jedenfalls stand ich da und musste einen Teil einer Arbeit präsentieren, die meine Gruppe in den vergangenen Monaten gemacht hatte. War aber ganz okay, da ich einen leichten Part erhielt. In dem Projekt geht es nämlich um die Expansion der französischen Schuhmarke FaGuo nach Berlin. Und da komme ich ins Spiel. Ich sollte also den Markt Berlin vorstellen, mit all seinen Vor-und Nachteilen. Soweit so gut. Der Lektor lobte uns am Ende mit den Worten "it was excellent" und meine Leistung wurde sogar mit einem "very good" belohnt. So viel positives Feedback bin ich gar nicht gewohnt, aber soll mir recht sein. Ich bin nun jedenfalls auf die nächsten Schritte gespannt, vor allem weil meine Gruppenmitglieder so gütig waren und mir die Marketing-Aufgaben zugeteilt haben - yeah! Was ich von dem ganzen Projekt allerdings halten soll weiß ich immer noch nicht so ganz. Da wir tatsächlich in Kontakt mit der französischen Firma stehen und die auch tatsächlich expandieren wollen, ist das Ganze wohl nicht nur ein Fallbeispiel sondern real. Meine Gruppenkameraden sprechen deshalb schon von Treffen mit den CEOs und einem möglichen Flug nach Berlin. Ich bin da eher realistisch und für jeglichen Umstand offen. Aber ja, gegen Berlin hätte ich natürlich nichts einzuwenden.
Morgen steht dann die nächste Präsentation auf dem Plan - eine Fallstudie über Abercrombie & Fitch und ihre Expansion in asiatische Märkte. Bin gespannt wie es läuft, ich habe meinen Teil besten Gewissens erledigt, meine beiden anderen Mitstreiter sehen das wohl nicht ganz so eng. Denn eine fertige Präsi hab ich bis jetzt nicht gesehen... Freizeittechnisch hat sich am Wochenende dann jedenfalls aber wieder mehr getan. Gestern machten wir eine Tour durch Montmartre (übrigens einer meiner absoluten Hotspots hier!), mit darauffolgendem obligatorischen Pre-Party-Trinken in unsrer Wohnung bevor's ab in den Club ging. Doch wir wollten nicht in irgendeinen Club, wir wollten gerne in der Oper feiern. Geile Location und gratis Eintritt bis Mitternacht, dachten wir. Leider taten das auch viele andere und so kam man, ohne auf irgendeiner Liste (?) zu stehen leider nicht mehr rein. Schade vor allem deshalb, weil der Club nur in den Sommermonaten geöffnet hat und der Sommer mit Ende September leider Gottes und auch wenn ich es nicht gerne sage, aus und vorbei ist. Danach verschlug es uns in einen Elektroschuppen namens Showcase - für meinen Geschmack etwas zu viel Elektro und zu wenig normale, nicht im Delirium befindliche Menschen. Mein hartes Urteil liegt aber vielleicht auch an der Tatsache, dass durch das Warten/Plan ändern/Metro fahren etc. mein Promillestand derartig gesunken ist, dass ich im Club dann schließlich wieder so gut wie komplett nüchtern war. Schade eigentlich. Dafür gab's heute dann aber wenigstens keinen Hangover und anstelle dessen ein ausgedehntes Frühstück, jawohl! Gegen 16 Uhr machten Laura und ich uns dann auf den Weg nach Saint Germain - ein nettes Viertel im 6. arrondissement. Davon gibt's eigentlich nicht allzu viel zu erzählen außer, dass ich nun widerlegen kann, dass Makronen nicht schmecken. Tun sie doch! Man muss sie nur im richtigen Laden kaufen, etwa bei Ladurree oder Gerard Mulot. Da sind die kleinen bunten Dinger plötzlich richtig lecker, leider aber auch nicht ganz günstig, aber das ist sowieso nichts hier. Ah und Stichwort günstig: Laura und ich haben heute das Unmögliche vollbracht. Wir waren günstig UND gut essen - in Paris! Das Restaurant war ebenfalls in Saint Germain und bot drei Gänge französischer Küche um 12,90. Voll okay, wenn man die "normale" Preisklasse hier kennt. Vom Salat bis zu den Nudeln mit Roquefort- Käsesauce und der warmen Tarte aux pommes war alles äußerst lecker. Ich sag' ja ich werde dick und arm hier. Verdammt. Jedenfalls sollte ich jetzt aufhören vom Essen zu schwärmen, ich krieg schon wieder Hunger. Deswegen lass ich jetzt lieber wieder ein paar Bilder folgen.






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