Donnerstag, 31. Oktober 2013

Tag 54 - 58: Ferien haben ist anstrengend!

Ja ihr habt richtig gelesen, ich bin im schönen Paris gerade richtig im Freizeitstress. Also doch nix mit Faul-sein, wie ich in meinem letzten Post beschrieben habe. Seit nämlich die Halbzeit meines Auslandssemesters bereits erreicht ist, bekomme ich dezente Panik dass ich die verbleibende Zeit nicht genügend ausnutze. Schließlich will ich ja auch viel erzählen können wenn ich dann wieder zuhause bin! Dementsprechend straff war dann auch das Programm der letzten Tage. Aber um mir alles zu merken (für später mal versteht sich) und damit ihr was zu lesen habt, fass ich hier nochmal alles zusammen:
- Samstag: Früh morgens hatte ich ein Kaffee- (in meinem Fall Kakao-) Date mit zwei Mädels die ebenfalls an der FH St. Pölten studieren, aber an ner andren Uni als ich in Paris sind. Genauer gesagt waren wir im Anticafe, das ist eine Art Co-Working Space wo man nach Zeit bezahlt. Eine Stunde kostet etwa 4 Euro, jede weitere 2 und man bekommt so viel Kaffee, Kakao, Saft etc. wie man nur trinken kann. Ach und auch Snacks wie Kuchen, Madeleines oder auch Knabbergebäck gibt's zur freien Entnahme. Ob sich das wirtschaftlich für die rentiert? Keine Ahnung, cool ist's für uns aber alle mal! Ja, am Abend war dann Party angesagt. Laura und ich luden drei andre Mädels zu uns zum Vorglühen ein und es wurde dank extra starker Bowle ein ziemlich feuchtfröhlicher Abend, genauer gesagt war ich bereits komplett am Ende was den Alkoholspiegel betrifft, bevor wir das Haus überhaupt verlassen hatten haha. Beim angestrebten Club mit dem coolen Namen Wanderlust angelangt mussten wir dann erstmal feststellen, dass so gut wie nichts los war. Wir gingen dennoch hinein, um kurz nachher wieder raus zu gehen (hinterfragt bitte nicht die Logik, wir waren allesamt sehr betrunken) um dann nicht mehr (!) rein zu kommen. Wir stellten uns also in der Schlange an bis uns der Türsteher freundlich darauf hinwies, dass wir da nicht mehr rein kämen, allerdings nicht weil zu viel los war sondern vermutlich weil wir keine Franzosen waren.. Vielleicht lag's aber auch am Alkoholspiegel, ich weiß es nicht. Jedenfalls war es da bereits nach Mitternacht und wir wussten genau was das heißt, denn zu dieser Zeit braucht man wenn man mit mehr als zwei Leuten unterwegs ist gar nicht mehr versuchen irgendwo rein zu kommen. Völlig frustriert verabschiedeten sich also alle. Laura und ich lieferten uns schließlich die dümmste Aktion überhaupt da wir im komplett betrunkenen Zustand von der Metro daheim nochmal zur Champs-Elysees gefahren sind um dort eine italienische Freundin zu treffen. Die war dann aber (welch Wunder) auch nicht da und schrieb nur verwirrte (weil ebenso besoffen) SMS, dass sie in einem Taxi sei, das sie übrigens bis nach Versailles (!) brachte weil der Taxifahrer sie falsch verstanden hatte, wie wir am nächsten Tag erfuhren. Ja das Ende vom Lied war jedenfalls, dass ich mir am Samstag megamäßig einen angesoffen habe, um dann erst recht um kurz nach halb 2 Uhr morgens im Bett zu liegen. FAIL!
- Sonntag: Am darauffolgenden Tag ging's mir dann logischerweise richtig schlecht, von Übelkeit über Müdigkeit und gelegentlichem Kopfweh war so ziemlich alles dabei. Deshalb bestand das Tagesprogramm an diesem Tag auch nur aus Schlafen und Kater auskurieren. Am Abend waren Laura und ich bloß einen Sprung in einem Einkaufscenter bei La Defense, dass wir zumindest irgendwas gemacht haben haha.
- Montag: Da war Gott sei Dank wieder alles gut. Da Laura und zwei andere deutsche Mädels ebenfalls frei hatten, haben wir uns gegen Mittag in Belleville getroffen. Das liegt im 20. arrondissement und ist generell als Immigranten- und Künstlerviertel bekannt. Für mich persönlich war es jetzt nicht die tollste Gegend, auch weil ich mir zeitweise etwas komisch angestarrt vorkam. Aber wenn man jetzt nicht unbedingt allein ist, ist's schon ganz cool. Dort entdeckten wir jedenfalls unter anderem das Geburtshaus von Edith Piaf oder besser gesagt die "Geburtsstufen", denn der Legende zufolge soll sie auf den Stiegen vor dem Haus geboren worden sein. Außerdem genossen wir einen sehr günstigen (2,20 Euro) Kakao in dem wirklich coolen Café "Aux folies". In einer angrenzenden Seitengasse gab es außerdem jede Menge wirklich cooler Streetart zu bewundern. Weiter ging's dann in den Parc de Belleville, von dem man einen recht guten Blick auf ganz Paris von etwas weiter oben werfen kann. Fernab von den vielen Touristen ist das schon recht cool aber wie gesagt, die Gegend ist hald auch nicht unbedingt die allerbeste. Danach fuhren wir ein paar Stationen mit der Metro und kamen zu den vielen kleinen Passagen der Rue Faubourg - Saint Denis. Diese Gegend wird auch "little India" genannt, weil man hier viele indische Geschäfte wie Friseure, Supermärkte oder auch haufenweise Restaurants findet. Ja und abends ging's dann schließlich noch in ein Restaurant bei Saint Michel, eine typische Touristengegend in Paris. Dort genehmigten wir uns ein (halbwegs gutes) Drei-Gänge-Menü um 12 Euro. Generell möchte ich mit dem Essen gehen in Zukunft aber etwas spärlicher sein, da es auf Dauer kostspielig und wirklich schlecht für meine Figur ist.
- Dienstag:  War ich hauptsächlich alleine unterwegs. Nachdem ich mir selbst eine kleine Liste zusammengestellt hatte, beschloss ich ein paar Sachen abzuhaken wie etwa die Pont des Arts mit den vielen Liebesschlössern (etwas frustrierend wenn man allein dorthin geht aber gut) oder die nachgebildete Freiheitsstatue von Paris, die bei der Pont de Grenelle ist. Da mir aber trotz strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel ein eisiger Wind um die Ohren wehte, beschloss ich das Programm etwas früher zu beenden und gönnte mir noch einen Mini-Cupcake bei der angeblich besten Cupcakerie Frankreichs bevor ich daheim ankam. Kurze Zeit später sollte ich eigentlich mit der Französin, die ich letzten Dienstag kennen lernte, in einem Musikpub verabredet sein. Leider musste sie aber absagen, sodass nur Laura und ich zum Pub "L'International" fuhren. In der Nähe von Oberkampf gelegen, sind dort viele Nicht-Franzosen bei lockerer Atmosphäre und leistbaren Happy Hour-Drinks. Die Musik selbst war dann auch ziemlich cool. Wir konnten quasi die lokale Musikszene entdecken, was mir richtig gut gefiel. Dabei sahen wir eine französische Indie-Popband und eine Elektro-/Hiphop-Kombo die vom Auftreten her ein bisschen an die Atzen erinnerte aber nicht weniger gute Stimmung machte. Ziemlich gut also, Wiederholungsbedarf wäre da!
- Mittwoch: Mein heutiger Tag war dann wieder richtig vollgepackt. Um 11 Uhr verließ ich bereits die Wohnung um mich mit einem türkischen Mädel zu treffen, mit dem ich mich im Französisch-Kurs an der Uni angefreundet hatte. Wir trafen uns beim Centre Pompidou, das in erster Linie moderne Kunst ausstellt. Eigentlich wollten wir ja die Roy Lichtenstein-Ausstellung (er macht sowas wie Popart, was ich recht cool finde) sehen, jedoch war die Wartezeit dafür so lange, dass wir uns für die permanente Ausstellung entschieden, die außerdem für unter 26-Jährige gratis ist. Schade dennoch, weil das Lichtenstein-Ding nur noch bis 4. November zu sehen ist, aber vielleicht schaff' ich es ja noch. Danach gingen wir zu einem Kostümladen, der recht nah war (morgen ist Halloween, ich brauch ein Kostüm!). Am Weg dorthin kamen wir außerdem bei einem sogenannten Kiloshop vorbei. Das sind Secondhand- (oder auch "Vintage" wie es so schön heißt) Läden, bei denen man nach Gewicht zahlt. Wiegt ein Teil etwa einen Kilo zahlt man dafür 20 Euro. Cooles, wenn auch eigenartiges Konzept, aber ich wollte mir auf jeden Fall mal ein Bild davon machen. Am Weg zur Metro traf ich dann die österreichischen Mädels und wir fixierten gleich mal die Pläne für Halloween, juhu! Etwas später am Nachmittag traf ich mich mit ein paar ISC-Mädels und wir probierten leckere Makarons bei Laduree sowie die angeblich beste (und echte, weil kein Kakaopulver) heiße Schoko bei Angelina - wenn ich heimkomm' gibt's übrigens erstmal ne ordentliche Diät... Ach und ausklingen ließen wir den Abend schließlich noch in einer Bar. Leider nicht in der, die wir ursprünglich angestrebt hatten, weil eine zu lange Schlange davor war. Das ist übrigens etwas, das mich hier wirklich nervt. Ich glaube ich bin noch nie in meinem Leben so oft in eine Bar/Club/was auch immer nicht hinein gekommen wie hier in Paris. Aber ja, damit muss man sich wohl leider abfinden. Morgen wäre dann wieder einiges geplant, weshalb ich jetzt schleunigst ins Bettchen gehen sollte. Ihr lest bald wieder von mir (wenn ich nicht bald unter Freizeit-Burnout leide haha)... Bis dahin macht's gut! 


Freitag, 25. Oktober 2013

Tag 44 - 53: Let me introduce you to my new baby - Diana F+

FERIEN! Whoooop! Ja, liebe Leute, ihr habt richtig gehört. Mein ohnehin schon sehr kurzes Semester hier beinhaltet auch noch eine Woche voller Faul-Sein und Nichts-tun (noch mehr als sonst),... wie schön :D Heute hatte ich noch einmal International Business Law, das zwar recht interessant aber viiiel zu früh morgens (8 Uhr!) ist. Und eine Stundenwiederholung. Die vom letzten Mal war damals ja sehr einfach, heute hab ich dann eher blöd geschaut weil ich eigentlich wieder auf Kinkerlitzchen-Fragen eingestellt war.. Haha, aber wenigstens 1 von 3 Punkten; besser als nix. Ach und auch der Franze-Test war glaub ich einigermaßen okay und die Präsi für das Business-Projekt sowieso wieder einmal "excellent", könnte also gerade besser nicht laufen. Ich würde ja an dieser Stelle jetzt gerne schreiben, dass ich mir meine Ferien redlich verdient hätte, hab ich aber nicht. Aber gut, vielleicht ist Erasmus doch auch ein bisschen als Erholung vom sonst recht anstrengenden Studieren daheim gedacht. Hätt' es mir jedenfalls ein bisschen herausfordernder vorgestellt.
Nun die letzten Tage waren dank der vielen Uni-freien Tage die ich diese Woche genießen durfte jedenfalls freizeittechnisch dann recht verplant. Dienstag war ich mit meiner Mitbewohnerin und vielen anderen International-Mädels was essen und danach in einer Bar, wo eine ISC-Austauschstudentin aus Peru aufgelegt hatte. Das war richtig nett, vor allem weil ich da auch mit Einheimischen in Kontakt kam. Besonders lieb und herzlich war vor allem die kleine Marokkanerin, die bereits seit Jahren in Paris lebt und hier studiert. Außerdem lernte ich eine zweite Französin kennen, die mich sogar nach meinem Facebook-Account fragte. Wollen uns montags mal treffen, juhu :) Mittwoch waren wir dann in der Barbie-Factory. Klingt komisch ist aber so. Die Barbie-Factory öffnet ihre Pforten nämlich nur kurze Zeit. Wenn man reinkommt, kann man rosa Cocktails, Barbies im Schaufenster, Barkeeper mit glitzer-rosa Krawatte und jede Menge verspielte Inneneinrichtung bewundern. Leider klingt das ganze hier nun besser, als es tatsächlich war. Man musste anstehen um überhaupt rein zu kommen, drinnen selbst war es dann logischerweise recht eng und kuschlig dank der vielen Barbie-Fans. Das einzige Extra waren vielleicht die rosa Haribo-Dinger die man am Spieß serviert von der Bar entnehmen konnte, aber das war's dann auch schon. Aber wenigstens kann ich sagen, dass ich dabei war, in Barbie's Traumfabrik oder so ähnlich. Gestern hatte ich dann wieder einmal frei und folgte einem Tipp nach Bercy. Das ist im Südosten von Paris. Ich stieg dort absichtlich eine Station früher aus und schlenderte gemütlich durch den dortigen Park, der richtig groß und schön ist. Als ich diesen dann fertig durchquert hatte kam ich in Bercy Village an, das wie ein kleines Dörfchen aufgebaut ist, mit vielen kleinen Shops. Auch das war richtig nett zum Durchspazieren und rumschauen. Ich glaube auch, dass es nicht so die typische Touristengegend ist, was das ganze noch zusätzlich angenehm machte. Jedenfalls: In einem Deko- und Art-Geschäft fand ich dann plötzlich wieder etwas nach dem sich mein Herz schon vor längerer Zeit gesehnt hatte: Lomography-Kameras!!! Unter anderem die Diana F+ die ich ohnehin schon einige Male kaufen wollte. Besessen von der Idee mir so ein Teil zu kaufen hab ich mich gestern Abend dann mal schlau gemacht und mir ausgerechnet wie viel die Kamera, Film und Entwickeln lassen circa kosten würden. Ich kam zu dem Entschluss, dass Lomography zwar kein superbilliges, aber dafür mega-schönes Hobby ist. Und 40 Euro als einmalige Investition sind denke ich zu rechtfertigen. Deshalb ging es heute nach der Modenschau, die Laura, eine zweite Laura und ich uns heute in den Galeries Lafayette gratis anschauten, direkt in den nächsten Lomography-Shop, wo ich nach kurzen Überlegungen meine Bankomatkarte zückte. Ich bin jetzt also stolzer Diana F+ Besitzer, yeeeeeeey :D Auch den ersten Film hab ich schon nach einem langen und mühsamen Kampf eingesetzt. Hoffe nur, dass ich das auch richtig gemacht habe, denn jede Vergeudung wäre dank des nicht ganz so günstigen Films (3 Rollen inkludiert) von 20 Euro ziemlich schade. In den nächsten Tagen werde ich mein neues Baby jedenfalls schon mal einzusetzen versuchen, bin richtig inspiriert! Hoffentlich bleibt das auch so. Die Ergebnisse seht ihr dann natürlich auf meinem Blog und/oder Facebook. So genug gequatscht, so viel Roman will ja dann auch keiner lesen. Am Ende dieses Eintrags findet ihr wie immer Bilder der letzten Tage, Besuch von Zuhause, Paris und natürlich auch mein neues Baby, damit ihr euch was drunter vorstellen könnt! Ich zieh mir jetzt noch gepflegt die letzte Folge Circus Halligalli rein und hau mich aufs Ohr! Tschööö!


letztes bild: weheart it

Montag, 21. Oktober 2013

Offtopic: Un plan parfait

Hallöchen meine lieben Leser!
Nach den letzten Tagen, die wieder einmal aus Sightseeing, shoppen und generell eine schöne Zeit verbringen, bestanden hab' ich es heute einmal ruhiger angehen lassen. Von Donnerstag bis Sonntag war nämlich eine sehr gute Freundin von mir auf Besuch im schönen Paris. Heute Montag hatte ich dann gar keine andere Wahl außer zuhause zu bleiben, denn morgen steht mein erster französisch Midterm-Test ins Haus, nervös!!! Außerdem erwartet mich die zweite Gruppenpräsentation für das Berlin-Businessprojekt, ebenfalls morgen. Aber ich versuche mir nicht allzu viele Sorgen zu machen, werd' das Ding schon schaukeln hoff ich mal haha. Jedenfalls wollte ich heute etwas posten und weil ich gerade einen französischen Film geschaut habe (ja, sogar auf französisch) und er mir soooo gut gefällt, dachte ich ich widme ihm einen ganzen Post. Also, es geht um den Film "Un plan parfait" (in deutsch heißt er "Der Nächste bitte") mit Diane Kruger. Ich hab ihn bereits letztes Jahr im Kino gesehen und da hat er mir schon total gefallen. Heute hab ich dann beschlossen ihn nochmal in der Originalsprache anzusehen und war wieder begeistert hehe Ich muss sagen, dass ich ein Fan des französischen Kinos bin weil es einfach keine null acht- fünfzehn Geschichten mit dem immer gleichen Handlungsstrang à la Hollywood bietet sondern wirkliche Stories die ans Herz gehen. Ich denke da nur an den riesen Erfolg von "ziemlich beste Freunde". Auch "der Nächste bitte" war bei uns glaub ich ziemlich erfolgreich, aber falls ihr ihn noch nicht kennt findet ihr hier den Trailer - auf französisch natürlich. Damit ihr auch noch was lernt :)



Mittwoch, 16. Oktober 2013

Tag 34 - 44: Von Fußball, Wein und Disneyland

Nach zehn Tagen gibt's heute mal wieder ein Lebenszeichen von mir. Ich war ziemlich "busy" würde ich in meinem mittlerweile angewöhnten Sprach-Switch-Modus zwischen Englisch, Französisch und natürlich Deutsch sagen. Um euch heute aber einen unendlich langen Post zu ersparen - und weil ich seit einigen Tagen dauer-hundemüde bin - werd' ich euch nur ein schnelles Update geben (verdammt, da! Ich switche schon wieder!).

In den letzten Tagen habe ich:
// meinen ersten Besuch von zuhause gehabt
// nochmal so ziemlich alles Sehenswerte in Paris abgeklappert
// die Uni ein wenig vernachlässigt
// das Fußball-Ländermatch zwischen Frankreich und Australien im Stadion verfolgt
// ein riesiges Volksfest mit Wein und allerhand kulinarischen Spezialitäten in Montmartre besucht (inklusive tollem Feuerwerk bitteschön!)
// es endlich nach DISNEYLAND geschafft! (Fotos gibt's en masse :))
// wieder etwas mehr für die Uni gemacht und letztlich
// die vietnamesische Küche getestet

Und gelernt hab ich dabei auch was:
// Besuch von zuhause ist super, aber gleichzeitig führt es einem auch vor Augen, wie sehr man sich hier bereits eine Art "eigenes Leben" aufgebaut hat.
// Ich spreche besser französisch wenn ich mit Leuten unterwegs bin die kein Wort davon sprechen haha
// An Fußballspiele in Frankreich könnte ich mich gewöhnen. Warum? Man unterstützt endlich mal ein Team, das auch tatsächlich gewinnt.
// Komisch nur: Die Pariser Fans buhen (schreibt man das so?) ihren eigenen Spieler aus weil er in der Regionalliga im für den Pariser Verein verhassten Team spielt.
// Mit lauter Jungs abzuhängen ist zur Abwechslung mal ganz nett, weil unkomplizierter.
// Feuerwerke machen können se, die Franzosen.
// Disney-Land ist mindestens genauso toll wie man es sich vorstellt.
// Ich bin tief drinnen wohl doch noch ein Kind.
// Referate werden auch trotz wirklich schlechter Vorbereitung meinerseits immer noch sehr gut bewertet (WTF?)
// Vietnamesische Küche ist nichts für mich.



Samstag, 5. Oktober 2013

Offtopic: Hotspots in Paris

So heute kommt wie versprochen meine Liste mit meinen Lieblingsorten. Leider habe ich nicht allzu viel Zeit, weil bald meine Mama und Schwester ♥ auf der Matte stehen aber dieser Post wird ohnehin nur eine kurze Auflistung. Aaaalso: 

Orte in Paris
- Montparnasse: Ehemaliges Künstlerviertel, hat viele nette Cafes und Bars, leider nicht ganz so billig, daher eher nur zum durchspazieren geeignet
- Montmartre: Wunderwunderschön, weil auf einem Hügel gelegen. Der Weg nach oben ist vielleicht nicht ganz unanstrengend, aber dafür gepflastert mit einem süßen Shop nach dem andren! Oben angelangt hat man dann einen tollen Blick über die Stadt, kann auf den legendären Stufen relaxen und das Sacre Coeur ist ohnehin toll anzusehen. Muss ich mehr sagen? Aber Vorsicht: Montmartre ist ein sehr touristisches Gebiet, deshalb gilt: Vorsicht vor Taschendieben.
- Saint Germain des Prés: Ebenfalls ein sehr süßes Viertel in Paris mit vielen vielen engen Gassen, in denen Restaurants, Bars, Crêperien und Souvenirshops angesiedelt sind. Auch zum Shoppen übrigens recht nett. Ich mag Saint Germain außerdem vor allem deshalb, weil man hier noch eher gute Chancen hat, halbwegs billig essen oder Kaffeetrinken gehen zu können. Außerdem befinden sich hier auch je eine Filiale von Laduree und Gerard Mulot mit den guten Makronen, von denen ich euch kürzlich erzählt habe. Nicht weit davon und problemlos zu erreichen ist dann
- Quartier Latin: Ähnlich wie Saint Germain supernett zum durchspazieren. Hatte dort auch schon ein Drei-Gänge-Menü, das aber leider mehr schlecht als recht schmeckte. Ist vielleicht aber auch einfach Pech gewesen.
- Le Marais: Ebenfalls ein Künstlerviertel und Hotspot für alle Fans des Bohemian Lifestyles. Eine trendige Location jagt die nächste. Außerdem ist das Marais ein Judenviertel. Die neuesten Trends werden angeblich hier geboren, denn Juden haben anscheinend ein durchaus kreatives Händchen (wusste ich zuvor auch nicht). Wenn man im Marais ist sollte man auch unbedingt Falafeln probieren. Sehr lecker und mal was anderes.
- Rue Mouffetard: Eine der ältesten Straßen in Paris im fünften Bezirk. Ich war selber leider erst einmal dort aber diese Straße ist auch irrsinnig nett zum Durchgehen. Man hat auch zahlreiche Möglichkeiten, sich hier einen Snack zu holen oder sich in ein nettes Restaurant zu setzen (ist aber auch nicht sooo billig wie ich glaube).
- Bastille: Die Wiener Neustädter Herrengasse im Paris-Format. Hier gibt es eine gemütliche Bar nach der anderen, die ein oder andere verwandelt sich zur späteren Stunde sogar zur wilden Tanzlocation. Eintritt ist logischerweise überall frei und die Happy Hours machen Bastille auch für Normalsterbliche leistbar. 
- Rue Rivoli: Die perfekte Shoppingstraße! Hier hat man echt alles was das kaufsüchtige Herz so begehrt. Von den großen Ketten wie H&M und Zara zu eher kleinen, independent-Shops ist alles vertreten. Auch speziell französische Ketten finden sich hier. Unweit davon befindet sich übrigens auch das große Shoppingcenter Les Halles.
- Rue Saint-Honoré: Wer es etwas exklusiver mag geht hier shoppen. In dieser Straße finden sich viele viele teure Marken wie etwa Chanel. Und wer so wie ich leider nicht mit mehreren tausend Euro am Konto gesegnet ist, kann zumindest ein bisschen Window-shoppen und träumen. Auch ganz nett.
- Centre Pompidou: Unweit von Les Halles und der Rue Rivoli befindet sich das Centre Pompidou. Dieses von der Künstlerin Niki de Saint Phalle gestaltete Zentrum mit dem tollen Brunnen, um den man schön sitzen kann, ist vor allem zum Ausrasten und Leute beobachten zu empfehlen. Außerdem ist es billiger, sich einen Kakao aus dem Supermarkt zu holen und sich dort hinzusetzen als in eines der vielen überteuerten Cafés. Das Wetter muss dafür hald passen.
- Jardin du Luxembourg: Ein wunderschöner und liebevoll gestalteter Park mitten im Herz von Paris. Bei schönem Wetter kann man dort super sitzen, sich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen, dem Rauschen des Springbrunnens lauschen und gegebenenfalls auch Picknicken.

So, mehr fällt mir momentan gar nicht ein, außerdem hab ich ja bei weitem noch nicht alles gesehen, aber das wäre so das Grundlegende :) Vielleicht hilft es ja dem einen oder anderen Paris-Besucher eines Tages!




via weheartit ♥

Freitag, 4. Oktober 2013

Tag 29 - 33: The floor is yours!

Hallöchen meine allerliebsten Leser,
Woche 5 in Paris ist rum, unglaublich! Ich hab euch in meinem letzten Post ja von der schlecht geplanten Präsentation erzählt, die ich am Montag halten sollte. Nun, das Chaos war erst am selben Tag so richtig perfekt, als sich meine zwei netten Studien-Kollegen aus mir unerfindlichen Gründen nicht meldeten und ich praktisch direkt vor Unterrichtsbeginn in den Murat Campus schlenderte, ohne eine fertige Präsi gesehen zu haben geschweige denn den ganzen Salat mit den anderen noch einmal durchgegangen zu sein. Leicht angepisst und mindestens genauso nervös war ich dann also kurz vor 14 Uhr, als plötzlich einer der beiden französischen Kollegen zu mir kam und mich mit der Frage "Where have you been?" begrüßte. Er meinte irgendwas von einem Meeting und ob ich seine Mail nicht erhalten hätte, was ich offensichtlich nicht hatte. Komisch. Nun denn, jedenfalls teilte er mir auf die gewöhnt gechillte, alles-wird-gut Art und Weise, die manche Franzosen hier an den Tag legen, mit, dass auf meinen Folien zu viel draufsteht, und ich die überflüssigen Infos in die Notizen schmeißen sollte. Fünf Minuten vor Beginn den eigenen Part nicht unerheblich ändern zu müssen hat schon seinen eigenen Reiz, allerdings ist das doch ein Nervenkitzel auf den ich gerne verzichten hätte können. Gerade noch rechtzeitig schaffte ich es dann, die Präsi den Wünschen anzupassen, da begann auch schon die erste Gruppe mit ihrer Darbietung. Na gut, "Darbietung" kann man es nicht wirklich nennen, haben doch die meisten meiner Mitstudenten so gut wie keine Präsentationsskills, wie mir bereits mehrmals auffiel. Nicht, dass ich den österreichischen Standard hervorheben möchte, aber bei uns lernt man zumindest, dass während eines Vortrages ALLE und nicht nur die benotende Person einbezogen werden. Oder, dass man monotones Sprechen vermeiden sollte. Dinge, die hier wohl nicht ganz so geläufig sein dürften. Wenigstens nahm es mir aber ein bisschen Nervosität. Denn wenn ich schon Bullshit rede, dann wenigstens so, dass niemand dabei einschläft (präsentieren habe ich in den letzten Jahren schmerzvoll und mühsam lernen müssen, außerdem habe ich schon zu viele Präsis hinter mir, als dass ich das nicht einigermaßen gut könnte...) Drei weitere Gruppen und drei weitere absolut einschläfernde Vorträge folgten und ich hatte schon darauf spekuliert, dass wir als letzte Gruppe gar nicht mehr drankommen würden. Wäre da nicht das Team vor uns gewesen, das wie durch wundersame Weise nur die halbe Zeit brauchte. Also hieß es kurz vor Schluss doch noch: "The floor is yours". Yippie! Da stand ich also, schlecht vorbereitet wie noch nie, kurz davor eine Präsi in einer Klasse zu halten, von der ich nur ein Viertel überhaupt beim Namen kenne und der Großteil vermutlich noch immer denkt, dass ich aus Australia komme (verflucht sei die ähnliche Aussprache von "Austria" und "Australia"). Wir starteten also mit den ersten Folien und plötzlich hatte ich das Gefühl, dass die Leute aufwachten, ja dass wir fast schon so etwas wie Aufmerksamkeit hatten (lag aber möglicherweise auch nur daran, dass wir kurz vor Unterrichtsende waren und sie sich mental schon aufs Heimgehen vorbereiteten haha). Was ich jedenfalls an dieser Stelle festhalten möchte ist, dass ich trotz schlechten Gefühls und ebenso mieser Vorbereitung dank unvorhersehbarer Umstände doch eine recht gute Präsi hinlegte. Klar, an dem ein oder andren Punkt habe ich improvisiert. Ist aber eigentlich egal, denn die ursprünglichen Folien kannte ja eh keiner. Umgehauen hat mich dann aber die Bewertung des Profs. "It was excellent. THIS was the best presentation today" - war übrigens der gleiche Lektor wie auch beim großen Business-Project und ja, "excellent" dürfte sein Lieblingswort sein. Ich traute meinen Ohren, ob des vielen Lobs gar nicht. Er mochte vor allem unsere Präsentationsskills und dass es nicht "boring" war, was er bei unseren Vorgängern etwa bekritelt hatte. Jedenfalls war das mein Highlight der Woche muss ich sagen. Wenn du ein International bist, ist automatisch alles was du machst super. Das gefällt mir, darum liebe ich Erasmus. Und wegen der Partys natürlich :) Und apropos Party: Gestern waren die Mädels und ich in Bastille feiern. Dieses Viertel hat total viele Bars mit Happy Hours zu denen sogar ich mir das ein oder andere Getränk leisten kann. Das einzig unschöne war die Tatsache, dass ich heute um 8 (!) Unterricht hatte. Aber gut. Erasmus ist nicht zum schlafen da. Morgen kommen jedenfalls bereits meine Mama und meine Schwester zu Besuch, freu mich schon total. Aus diesem Grund werde ich heute auch mal meine Lieblingsorte, Tipps für Essen, feiern, was trinken gehen, shoppen etc. auflisten und auch einen eigenen Blog-Eintrag machen. Werdet ihr dann vermutlich morgen zu lesen kriegen :) AJA und noch etwas gibt's zu berichten! Ich bekomme in meiner Zeitung zuhause eine eigene kleine Rubrik in der ich meine Eindrücke von Paris festhalten darf. Ich freue mich so sehr, dass ich diese Möglichkeit von meinem Chef bekomme! Whoooop! "Mitarbeiterin Nicole berichtet aus Paris" - Wie geil ist das denn? :D

Aber genug erzählt für heute! Zu den Bildern: Dienstag war ich nach der Uni noch auf der Champs Elysees spazieren. Dabei sind die zwei Fotos entstanden. Das dritte haben wir gestern in einer sehr coolen Bar in Bastille gemacht.