Montag, 23. September 2013

Tag 20 + 21: Take me to Versailles

Ratet mal wo ich heute war. Ja genau, Versailles stand auf dem Plan! Würde ich jetzt als normaler Tourist nicht unbedingt anschauen weil zeitaufwändig, aber wenn man ohnehin schon mal länger da ist, sollte man es zumindest einmal gesehen haben! Nach einer etwas durchzechten Partynacht läutete mich der Wecker heute also um punkt 10 Uhr morgens unsanft aus dem restalkoholisierten Tiefschlaf. Eineinhalb Stunden später befanden wir uns bereits im Zug, der am Wochenende übrigens gratis bis nach Versailles für Monatskarten-Besitzer fährt. Dort angekommen erwartete uns mal eine nicht enden wollende Schlange an Menschen, die den selben Plan hatten wie wir: Nämlich ins Schloss zu kommen. Da der Eintritt für unter 26-Jährige gratis ist, dachten wir, dass wir vielleicht einfach durchgehen könnten... Falsch gedacht, anstehen war angesagt. Und das eine satte Stunde lang. Das Schloss Versailles selber ist natürlich architektonisch gesehen ein Wahnsinn, die verzierten Fassaden, die prunkvolle Gestaltung - richtig toll. Was Innenausstattung angeht hat es hald nicht sehr viel zu bieten außer viele Gemälde, Kronleuchter etc. Grad in den Schlafgemächern der adeligen Herrschaften gab es Einrichtung wie Betten zu sehen. Etwas enttäuscht war ich darüber hinaus vom Spiegelkabinett. Hatte mir irgendwie mehr darunter vorgestellt als es dann wirklich war. Aber wie gesagt, als Gesamtwerk betrachtet ist Versailles sicher ein sehenswertes Reiseziel. Und wenn man gern viele Menschen um sich rum hat. Denn Touristen und daraus resultierendes Gedrängel gehören zu einem Ausflug nach Versailles leider genauso dazu. Doch es gibt sicherlich noch viel mehr Tolles zu sehen als ich euch hier berichte, allerdings wollten wir nicht unbedingt dafür bezahlen und entschieden uns deshalb nur für das Standardprogramm. Studenten hald. 
Im Anschluss erkundeten wir jedenfalls noch den großen "Jardin", der um das Schloss herum liegt. Wobei ja der Ausdruck "jardin" (Garten) eigentlich gar nicht passend ist - denn von der Größenordnung war das kein Garten mehr sondern viel mehr ein halber Urwald. So kam es dann auch, dass wir gefühlte zehn Stunden durch die verschiedenen Winkel des Irrgartens, wie ich ihn irgendwann nannte, huschten. Da gerade die Springbrunnen eingeschalten waren, konnte man natürlich alle in ihrer vollen Pracht bewundern, was zwar sehr nett anzuschauen, aber auch richtig anstrengend war. Eine Pause am Rasen konnte man sich übrigens auch nicht gönnen, sonst wurde man gleich (besonders charmant!) per Trillerpfeiffe von den Wächtern ermahnt. Nach einer Zeit waren wir dann alle auch hundemüde und fertig vom vielen Laufen und traten so die Heimreise an. Daheim stand noch ein ordentlicher Wohnungsputz auf dem Programm - wurde auch höchste Zeit. Und morgen früh geht's dann wieder ab auf die Uni. So vergehen eben die Tage, mal läuft sie schneller, dann wieder langsamer, die liebe Zeit. Fakt ist aber, dass ich sie in jedem Fall genieße.


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