Donnerstag, 5. September 2013

Tag 1 + 2: Aller Anfang ist schwer

Hallo aus Paris! Hier bin ich also, ich kann es immer noch nicht so ganz glauben, aber wenigstens sind meine Fragen vom letzten Post so ziemlich beantwortet. Kurzes, erstes Resümee: Die Wohnung ist mit ihrem romantisch-verspielten Kitsch ziemlich das was man sich unter einem Pariser 'logement' vorstellt,... passt also recht gut. Auch die Gegend in der wir wohnen (14. arrondissement) scheint mir sicher zu sein. Im direkten Nahbereich befinden sich unter anderem eine Boulangerie, ein Café, ein Copy-Shop und eine Änderungsschneiderei. Außerdem haben wir direkt gegenüber eine Tram- und eine Metro-Station. Also ich würde schon sagen, dass ich mich hier nachts auf die Straße traue :) Hm,.. dann die Leute: Schon ganz zu Beginn meiner Reise fiel mir am Flughafen auf, dass man manche Franzosen von anderen Europäern leicht auf den ersten Blick unterscheiden kann. Die Frauen sind hier trés chic gekleidet, ältere Leute erkennt man oft auch am strengen, konzentrierten Blick. Aber prinzipiell sind die Menschen hier recht offen und freundlich würde ich sagen. Die einzige eher unfreundliche Person, die mir aufgefallen ist, war vielleicht die Dame bei der Versicherung. Lag aber möglicherweise auch daran, dass ich es wagte, sie zu fragen, ob wir auch auf Englisch reden könnten, was sie bestimmt verneinte. Nun ja, aber wie gesagt, das scheint mir hier mehr die Ausnahme von der Regel zu sein. Eine weitere Erkenntnis ist übrigens, dass ich derweil noch nicht zum heimweh-habenden Menschen mutiert bin, aber vielleicht kommt das noch. Was ich dezent nervig finde ist aber die Tatsache, dass wir heute leider nicht alles direkt hinbekommen haben, wie wir es wollten (mit "wir" meine ich übrigens mich und meine Mitbewohnerin Laura aus Deutschland, die ebenfalls gestern angereist ist). Dementsprechend sind momentan noch folgende Dinge offen: Die Eröffnung eines französischen Kontos damit wir eine für Studenten verbilligte Öffi-Karte bekommen, das Ticket selbst und der Abschluss einer kleinen Haushaltsversicherung. Doch bei sowohl Konto als auch Versicherung wurde uns gesagt, dass man diese nur für mindestens zwölf Monate nehmen könnte. Ziemlich doof also. Gott sei Dank haben wir aber eine liebe Vermieterin, die uns morgen hoffentlich ein bisschen unterstützen wird. Von der Stadt an sich habe ich leider noch nicht allzu viel gesehen, aber ich kann zumindest sagen, dass ich noch nie so lange Metro-Stationen gesehen habe. Kein Wunder, dass die meisten Franzosen so schlank sind, wenn sie jeden Tag einen halben, unterirdischen Marathon laufen müssen. Aber gut, man gewöhnt sich ja bekanntlich an alles, hoffe ich. Außerdem finde ich bis jetzt das Essen recht gut, vor allem die Mehlspeisen in den diversen Boulangerien und Crêpes sind zu empfehlen. Was mich ein bisschen enttäuscht hat sind die Makronen-Kekse, die man in Paris ja so ziemlich an jeder Ecke bekommt. Diese bunten Leckereien sehen meiner Meinung nach besser aus als sie schmecken, aber gut, man muss alles mal probiert haben. Meine letzte Erkenntnis der ersten beiden Tage ist außerdem, dass mich diese Stadt in den finanziellen Ruin treiben wird. Denn an Krims Krams, süßen kleinen Schmuckgeschäften und sogar leistbaren Shops für Schuhe, Taschen, Kleidung und Co. mangelt's in Paris absolut nicht. Ich hatte ja die Angst, dass man hier, abseits von Louis Vuitton, Chanel und Prada wohl eher nichts bekommt - völlig zu unrecht (leider?). Und so kam es dann auch, dass ich bereits an meinem ersten ganzen Tag in der Stadt eine Tasche und ein Armkettchen gekauft habe,.. aber gut. Das nächste Mal reiß ich mich dann zusammen, hoffe ich jedenfalls! Sollte es sich ungeahnter Weise aber doch anders entwickeln halte ich euch über meine nächsten Shopping- oder sonstigen Eskapaden natürlich am Laufenden :)












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