Bonjour aus lovely Paris (waren das gerade 3 Sprachen in einem Satz?! :D) Wieder ist viel viel Zeit vergangen und ich finde es ein bisschen traurig wenn ich rechts auf meinem Blog unter "November" nur 4 Einträge sehe... Schade schade, aber ich versuche mich zu bessern! Habe in den nächsten Wochen generell etwas mehr Zeit denke/hoffe ich. Meine Kurse mit den Franzosen sind bereits beendet (ja ich weiß es klingt unglaublich, aber es ist so). Nächste Woche hab ich deshalb nur noch einmal Französisch-Kurs und mein Hobby-Fach "French culture and civilization", beides mit den Internationals. Die Woche darauf ist generell frei damit wir Zeit zu lernen haben und in der dritten Woche im Dezember stehen Klausuren an, bevor's am Samstag dieser Woche schon zurück nach Österreich geht. Es ist wirklich unfassbar wie schnell die Zeit eigentlich verging, auf der anderen Seite muss ich sagen, dass es mir wie eine Ewigkeit vorkommt, wenn ich beispielsweise meine ersten Fotos von Paris ansehe. Naja, wie dem auch sei, die Woche hat sich eigentlich nicht allzu viel getan. Ich kam ja erst Sonntagabend von der Normandie heim und war dementsprechend ziemlich fertig und müde, was über die ganze Woche auch so blieb. Zudem hatte ich diese Woche das erste (!) Mal jeden Tag Unterricht. Eine "harte Woche für dich" wie meine Mitbewohnerin Laura, die bei weitem mehr Uni hat als ich, sagen würde :P Der Grund dafür war ein geblocktes Fach mit dem spannenden Namen Supply Chain Management. Ich weiß, hört sich schrecklich fad an, war es aber dann überraschenderweise eigentlich gar nicht. Unser Lektor, der übrigens eigentlich an einer amerikanischen Uni lehrt und nur Gastvortragender an der EBS ist, gestaltete den Unterricht äußerst spannend, mit vielen Lernspielen und huch, es gab auch Schokolade zu gewinnen! Einziger Nachteil war, dass die Prüfung am Ende der Woche, sprich heute, stattfinden musste, da der Lektor ja zurück in die USA musste. Aber mir soll's eigentlich recht sein, hab' ich eine Klausur weniger in der letzten Woche. Die Prüfung an sich war eigentlich ganz okay muss ich sagen, aber doch kniffliger als ich gedacht hätte. Normalerweise sollte sie aber positiv sein. Etwas komisch sind sie allerdings auf der EBS, was Klausuren angeht, 10 Minuten vor Beginn wird die Tür des Prüfungsraumes geschlossen und wer dann nicht da ist, kommt nicht mehr rein - eine Tatsache die einen Kollegen von mir heute schier zum Ausrasten gebracht hat, weil er bei der vorhergehenden Finanz-Midterm-Klausur (Ja, es gibt hier auch Midterms Ende November... Frankreich - alles ist möglich, haha, aber dieses Fach hab' ich gott sei dank und intelligenterweise ja abgewählt) zu spät kam. Tja. Wenn man den Prüfungssaal betritt, muss man erstmal alle Sachen beim Eingang ablegen, nur Studienausweis, Stifte und Wasser darf man mit nach vorne nehmen. Ich musste sogar meinen Schal ablegen, könnten ja Schummler drin versteckt sein... WTF? Naja, alles etwas anders als ich es eben kenne. Die Prüfung in "International Mobility" die ich letzten Donnerstag übrigens haben sollte, muss jetzt doch auf die letzte Dezemberwoche verschoben werden, irgendwas von wegen Administration, das weiß hier keiner so genau. Naja, sonst gibt's eigentlich nicht viel Neues. Auch meine Abendgestaltung war eher fad, mit Lernen und daheim bleiben, lediglich am Mittwoch war ich auf einer Konzertveranstaltung jener Uni, auf die die andren drei FH St. Pölten-Mädels in Paris gehen. Zwei von ihnen sind nämlich Mitglied in einer Musikassociation und traten dort auf. Und da ich ja ohnehin ein großer Fan von Livemusik bin UND es auch noch gratis Pizza gab, ließ ich mich nicht zwei mal bitten hehe. Laura begleitete mich und wir trafen dann auch noch eine Schweizerin, die wir schon vorher kannten. Nach den Konzerten zog es uns in eine Shotbar nahe der rue Oberkampf die ziiiiiemlich cool war. Unter einer ewig langen Liste von Namen wählt man dort aus was einem sympathisch erscheint, bestellt und lässt sich überraschen. Ich muss sagen ich hatte drei Mal eine gute Wahl getroffen, wählte Shots mit den Namen Cocoshoc (ich liebe Kokos, und die Franzosen anscheinend auch), Mickey weil es keinen Shot gibt der Nicole oder Nici heißt und das noch am ehesten passte und schließlich Bambi haha Waren alle drei sehr lecker und ich habe schon insgeheim beschlossen, dass wir da nochmal hin müssen, zumindest einmal, bevor's wieder ab nach Hause geht. Ach ja und Mittwoch waren Laura und ich in den Katakomben. Fand's zwar ganz gut, das mal gesehen zu haben, mit den wirklich extrem vielen Knochen und Totenköpfen war's allerdings nicht ganz so toll anzusehen und auch ein bisschen gruselig irgendwie. Würde das deswegen nicht unbedingt jemandem empfehlen, der nur für kurze Zeit in Paris ist, da gibt's definitiv bessere Sightseeing-Destinationen :)
Ja im Anschluss findet ihr übrigens ein paar Fotos von meinem Wochenende in der Normandie. Dazu muss ich auch noch ein bisschen was erzählen. Meine Gefühle demgegenüber sind nämlich ein bisschen gespalten. Ich bin zwar echt froh diesen Trip gemacht zu haben, schon allein deshalb weil ich gerne mehr sehen würde als nur Paris und einfach um die Erfahrung gemacht zu haben; auf der anderen Seite war es aber auch mit Sicherheit mein erster und letzter Trip mit Erasmus. Es war zweifelsohne nett, aber auch mega-anstrengend. Dass ich niemanden im Vorhinein kannte, ging mir dann ebenfalls irgendwie am Nerv, weil doch viele zumindest zu zweit kamen. Weiters ging mir diese Erasmus-Massenabfertigung mit 63 (!) Reiseteilnehmern gehörig am Keks. Es ist einfach irrsinnig anstrengend, in so einer großen Gruppe irgendwas machen zu wollen. Während der jeweiligen Halte in den verschiedenen Städten (Rouen, Honfleur, Deauville und der Mont Saint Michel) konnten wir zwar alleine herumlaufen, trotzdem gab es natürlich entsprechende Begrenzungen an die man sich halten muss. Mit der Hälfte der Teilnehmer hätte es mir definitiv auch gereicht, denn mit den meisten kommt man ja ohnehin nicht zum reden. Aber gut, ich kann es für den Veranstalter natürlich auch verstehen, dass es wirtschaftlicher ist, gleich mehr Leute mitzunehmen. Und was ich auch so strange und anstrengend fand war die Tatsache, dass die Tour wiedermal nur auf französisch war und auch die verschiedenen Internationals "privat" miteinander auf französisch kommunizierten. Versteht mich nicht falsch, ich bin natürlich daran interessiert die Sprache zu lernen und finde das im Prinzip auch gut, was mich aber manchmal einfach richtig nervt, ist die Tatsache, dass man es hier so oft aufgezwungen bekommt. Das ist eigentlich keine besonders nette Art, vor allem weil auch Kanadierinnen in der Gruppe waren die z.B. kein Wort französisch sprachen aber gut. Das ist eben etwas, mit dem man in Frankreich zurechtkommen muss. Aber wie gesagt, alles in allem war es eine gute Erfahrung, aber ich würd' es nicht unbedingt weiterempfehlen außer man ist ein mega-kommunikativer, super kontaktfreudiger Mensch den eine Vielzahl andere Menschen nichts ausmacht ^^ Anfangs wollte ich ja außerdem auch den Trip nach London mitmachen, hatte dann aber keinen Platz mehr bekommen. Jetzt bin ich sogar echt froh, dass ich damals nicht mitgefahren bin, denn das hätte mir bestimmt nicht gefallen wenn ich in DER Stadt schlechthin bin (ihr wisst ja wie lange ich schon dorthin will) und mich dann nicht ungezwungen und frei bewegen kann. Also, im Grunde hab ich mit der Normandie-Reise alles richtig gemacht hehe. Jetzt heißt's nur noch die restliche Zeit im schönen Paris genießen und darauf freu ich mich eigentlich schon richtig.

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