Montag, 11. November 2013

Tag 63 - 70: time goes by way too fast!!

Bonsoir meine lieben Leserlein! Nach sieben Tagen Bloggerabstinenz (irgendwie hatte ich leider keine Motivation, tut mir leid) melde ich mich heute mal wieder. Wurde auch schon höchste Zeit, denn ich würde hier gerne zusammenfassen wie meine letzten Tage in lovely Paris so waren. Dabei fällt mir aber allein schon beim Durchklicken meiner Fotos auf, dass das vielleicht gar nicht so einfach werden könnte, weil ich einfach jeden Tag irrsinnig viel unterwegs bin. Man könnte ja annehmen, dass ich nach den Ferien nun wieder mehr beansprucht werde, ist aber momentan gar nicht so, warum auch immer. Im Gegenteil, mir kommt vor, dass es immer weniger Arbeit wird statt mehr... Zeitweise hab ich schon Angst, dass mir langweilig wird haha Aber gut, so viel zur derzeitigen Gesamtsituation. Hier kommt mein Wochenrückblick:
- Sonntag: Sonntag ist Ausflugszeit! Da man am Wochenende mit dem Navigo (Ticket für die Öffis) ja gratis weiter rausfahren kann, dachten Laura, die zweite Laura, die ebenfalls aus Deutschland kommt (btw. gäbe es noch eine dritte aber ich will euch jetzt hier nicht zu sehr verwirren) und meine Wenigkeit wir könnten diesen Wink des Schicksals mal wieder ausnutzen und uns auf eine kleine Reise begeben. Na gut, "Reise" kann man's vielleicht nicht wirklich nennen. Sagen wir es war ein kleiner Ausflug in die schöneren Vororte von Paris, genauer gesagt in die Stadt Sceaux. Dort gibt es vor allem einen recht schönen Park mit kleinen Seen, Wasserfällen, Springbrunnen etc. Und die Leute joggen hier in Massen. Wahnsinn. Da bekomm' ich direkt ein schlechtes Gewissen, das FitInn ruft schon nach mir haha. Die Gärten an sich erinnern dann auch ein klitzekleines bisschen an Versailles, sogar ein kleines Schloss gibt's (allerdings nicht im geringsten mit Versailles zu vergleichen ^^). Weil es recht frisch war und dann doch nicht sooo viel zu sehen gab, fuhren wir recht bald zurück nach Paris. Abends machte ich mich dann noch auf den Weg ins Centre Pompidou um mir die Roy Lichtenstein Ausstellung anzusehen. Auch das war recht cool, wenn auch recht teuer mit 10 Euro Eintritt. Aber ich hatte schon mehrmals davon gehört und dachte dann ich sollte die Möglichkeit nutzen bevor die Ausstellung am 4. November geschlossen wird.
- Montag: Ja wie könnte es anders sein, Montag kein Unterricht für mich. In der Früh machte ich mich deshalb auf den Weg zur Photoquai-Ausstellung. Dort wurden Fotos von Fotografen aus aller Welt gezeigt. Die entsprechenden Erklärungen der Fotos erläuterten auch recht gut den Zugang den der jeweilige Fotograf beim Schaffen seiner Werke hatte. Danach, weil es eiskalt und regnerisch war, was bei einer Ausstellung unter freiem Himmel nicht ganz so spaßig ist, machte ich mich wieder auf den Weg heim wo ich erstmal etwas zu Mittag kochte (ja ich lerne allmählich kochen hier!). Danach glaube ich nicht viel getan zu haben, bevor's abends mit meiner Mitbewohnerin in ein Irish Pub ging. Ich entdecke hier nämlich allmählich auch meine Begeisterung für Open Mic Nights, wo jeder der Mut und/oder Talent hat spielen und singen kann. Gut, manchmal sind Nieten dabei, oft aber auch richtig gute Leute. Gefällt mir!
- Dienstag: Dienstag war endlich wieder Uni angesagt. Am Plan für 9.30 stand französisch, von dem ich aber früher gehen musste, weil sich ein anderer Kurs aus dem Master mit diesem überschnitt und ich eine Präsi in der Gruppe mit drei anderen Frenchies halten musste. Zwei Kurse, zwei Erfolgserlebnisse jedenfalls weil a) mein franze-Midterm mit 17,2 von 20 Punkten sehr gut ausgefallen ist und b) unser Referat mal wieder "excellent" war (dass einer meiner Kollegen offensichtlich keine Ahnung hatte wovon er sprach und höchstwahrscheinlich stoned war hat wohl auch niemand bemerkt, aber mir soll's recht sein). Nach Unterrichtsende um 14 Uhr beschloss ich dann spontan mich selbst zu belohnen, also fuhr ich ins Einkaufscenter "Quatre Temps" bei La Defense. Das ist mindestens genauso groß wie das berühmtere "Les Halles" aber weniger überrannt. Neben zwei Hauben, Stulpen und einem dicken Pulli hab ich übrigens bis auf eines auch schon alle Weihnachtsgeschenke gekauft, yessa! Ich glaub ich war noch nie so früh dran dafür, aber was man hat das hat man hehe.. Und ich bin schon ein bisschen in Weihnachtsstimmung :D
- Mittwoch: Wieder einmal frei, was sonst. Mittwoch war mein erster beinahe Gammel-Tag weil ich eigentlich fast nur zuhause war. Grade am Vormittag war ich mit Lorena (einer Deutschen) im Geschichte-Museum Carnavalet, den restlichen Tag spielte sich aber nicht allzu viel ab. Laura hatte nämlich ziemlich lange Uni und ich wusste dann auch gar nicht so recht, was ich mit der freien Zeit anfangen sollte, weshalb ich dann auch schlicht und ergreifend gar nichts damit anfing.
- Donnerstag: Donnerstag war wieder Uni angesagt, allerdings nur für drei Stunden oder so haha Geostrategie & Geopolitique standen auf dem Plan, wo es hauptsächlich um Risiko-Evaluation bei der Auswahl neuer internationaler Märkte geht. Abends ging's dann gemütlich in ein Pub. Was wir vorher nicht wussten, Donnerstag ist wohl Karaoke-Time. Besoffene Franzosen die (natürlich französische) Lieder trällern, muss man vielleicht nicht unbedingt erleben, witzig ist's aber allemal.
- Freitag: Ein weiteres Mal Uni, zuerst von 8 Uhr (was definitiv jedes Mal auf's Neue viel zu früh für mich ist) bis 11 Uhr International Business Law inklusive der kleinen Stundenwiederholung, die der Lektor jedes Mal macht - btw hab ich alle drei Fragen richtig beantwortet, so mag ich das: Minimaler Lernaufwand, maximales Ergebnis hehe. Mittags ging's dann kurz heim zum essen, bevor ich um 15 Uhr wieder am Weg zum andren Campus in Boulogne-Billancourt war. Hier stand "French Culture & Civilization" mit den andren Internationals am Plan. Meine französischen Masterkollegen nennen das Fach mein "Hobby-Fach", was auch stimmt, wenn man bedenkt, dass wir dort Ausflüge machen. Am Freitag ging's dann ins Louvre wo wir über die Geschichte hinter dem heutigen Museum, das früher ein Königspalast war bevor die Herrschaften nach Versailles abwanderten, lernten. Auch einen erhaltenen Teil der Räumlichkeiten von Napoleon III. (glaub ich jetz zumindest und bin zu faul zum nachschauen XD) konnten wir bestaunen. Die Zimmer, Einrichtung und alles waren dabei richtig prunkvoll und schön anzuschauen. Gefiel mir fast besser als Versailles, wenn man an solchen Sachen interessiert ist, einfach weil man in Ruhe schauen kann, ohne dass einem ein fotografier-wütiger Japaner im Nacken sitzt. Danach gönnte ich mir noch einen Kakao bei Starbucks mit einer russischen Austauschstudentin. Daheim kochten Laura und ich schließlich einen ziemlich geilen mexikanischen Auflauf mit Nachos (!) drin, auf den wir durch ein Rezept im Internet gekommen waren.
- Samstag: Ich merke schon es wird allmählich einfacher sich wieder zu erinnern was alles los war hehe. Samstag war ich mit einer Dänin, die ebenfalls auf Laura's Uni studiert am berühmten Friedhof Pére Lachaise. Dort kann man unter anderem die Gräber von Frederic Chopin, Jim Morrisson und Oscar Wilde besuchen, was wir auch taten. Dabei hatten wir auch richtig Glück, denn kurz bevor wir unsere "Tour der anderen Art" beendet hatten, fing es auch schon zu regnen an, weshalb wir kurzerhand ein paar Metro-Stationen weiter in die nahe gelegenen Galeries Lafayette gingen. Dort war wie zu vermuten war die Hölle in Form von circa 3 Millionen Menschen (von denen wiederum 90% vermutlich steinreiche, asiatische Touristen waren) los. War aber nicht ganz so schlimm, da wir sowieso nur zum Window-shoppen hergekommen waren und keine von uns ernsthaft beabsichtigte etwas zu kaufen. Letztlich nahm ich dann doch einen Nagellack mit aber das sei nur am Rande erwähnt. Wusstet ihr eigentlich auch, dass man von der Dachterrasse der Galeries einen super Blick auf die ganze Stadt hat? ^^ Ja, nachdem ich erst relativ spät von diesem Tagestrip heimkam ließ ich es für den Abend dann auch eher ruhig angehen. Ich ging nur mit ein paar anderen Mädels in ein Jazz-Pub, das aber weder Vorzüge bei der Musik, den Preisen, den Leuten oder sonstwas vorzuweisen hatte. Deshalb ging ich dann auch recht bald wieder. Fortgehen ist hier leider nicht ganz so toll wie ich es mir erhofft hatte. Hinzu kommt auch noch die Problematik mit dem Heimkommen. Denn dadurch, dass ab circa 2 Uhr morgens keine Metro mehr fährt, muss man die Nachtbusse nehmen, was für mich eigentlich immer mindestens einmal umsteigen bedeutet. Meist muss man dann in der Eiseskälte warten, was besonders lustig ist wenn einen dann noch betrunkene Typen anquatschen, vor allem wenn man sie nicht versteht. Deswegen hab ich da meistens eigentlich gar nicht so viel Lust drauf, außer wenn Laura dabei ist.
Sonntag: Gestern war ich nicht allzu produktiv, da ich erstmal ausschlief und mir dann ein fettes Croissant-Frühstück gegönnt hab. Danach war ich eigentlich nur am E-Mails checken, surfen und Musik hören. Am späten Nachmittag war ich, um dennoch rauszukommen noch ein bisschen bei Saint Lazare spazieren. Ich schlenderte also gemütlich und dick eingepackt durch die bereits teilweise geschmückten Gassen, schaute in weihnachtlich-aussehende Schaufenster und holte mir einen leckeren Crêpe. Als ich so herumging kam ich außerdem beim Hardrock-Cafe und dem Wachsfigurenkabinett (nicht Madame Tussauds, das haben die hier nicht - zu british wahrscheinlich) vorbei, endlich weiß ich wo das ist! Mein Spaziergang brachte mich schließlich bis zur Champs Elysees, was mir einmal mehr vor Augen führte, wie nah beinander eigentlich alles hier ist. Wenn man ein bisschen Zeit und Sportlichkeit mitbringt, kann man fast alles zu Fuß erreichen. Wahnsinn. Ach und die Hütten für den riesigen Weihnachtsmarkt bei der Champs Elysees sind schon aufgestellt, bereits nächste Woche geht's los! Excitement!! :D
Montag: Sooo, gleich ist dieser wieder mal elendig-lange Eintrag zu Ende, haha. Also heute war ein Feiertag in Frankreich (Grund: Waffenstillstand von Compiègne 1918), deshalb haben wir bereits vorsorglich Pläne geschmiedet. Bereits vormittags ging's los mit einem Kinobesuch. Ja ich weiß, das klingt komisch, ist aber so. Das Grand Rex, das größte und so ziemlich auch schönste Kino Europas hat nämlich gerade Disney-Tage, wo alte Klassiker wieder gezeigt werden - um 5 Euro pro Karte. Deshalb schwelgten wir nochmal in Kindheitserinnerungen und schauten Arielle die Meerjungfrau auf französisch. Auch mal nicht schlecht und zu meiner Verwunderung auch recht gut zu verstehen. Danach gingen wir lecker Mittagessen im angrenzenden Belleville. Danach trennten sich unsere Wege allerdings, waren nämlich eine recht große Gruppe von 9 Leuten und ich entschloss mit einer Mexikanerin, zwei Deutschen, einer Schweizerin und einer Belgierin zum Park "Butt chaumonte" zu gehen, der sich ebenfalls in der Gegend von Belleville befindet. Von dort hat man einen super Blick auf die Stadt Paris und vor allem Montmartre mit seinem Sacre Coeur. Kann ich also als kleinen Insider-Tipp für all jene empfehlen, die nicht nur auf Touristenprogramm stehen. Ja danach spazierten wir noch weiter herum um schließlich wieder um 18.30 beim Kino, vor dem wir uns 8 Stunden zuvor getroffen hatten, die Heimreise anzutreten. Wir sind den ganzen Tag nur gelaufen und kamen ohne Metro an unser Ziel. Natürlich ist das auch anstrengend, allerdings lohnt es sich auch, weil man so natürlich auch viel mehr sieht. Jetzt bin ich aber richtig müde und fertig. Vermutlich könnte ich sogar noch mit dem Laptop am Schoß einschlafen haha. Morgen und Mittwoch stehen dann wieder ganz im Zeichen des "Owezahrertums" wie der Österreicher vielleicht sagen würde, weil ich mal wieder frei habe. Aber gut, mal sehen was ich da wieder so anstelle. Ihr erfahrt es dann aber natürlich zuerst ;)



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